Über Black Oracle

Ich gehöre zu jenen Rollenspielern, die ein eigenes Pen and Paper Spielsystem basteln. Der Arbeitstitel des Regelwerks lautet, wie man unschwer erkennen kann "Black Oracle" und es handelt sich hierbei um ein Fantasy-Rollenspiel.

Oh, schon wieder ein Fantasy-Setting... Ja, ich weiß, von denen gibt es viele, aber auch ich habe es satt, immer nur Elfen, Zwerge und Orks spielen zu können, deshalb gibt es diese Wesen in meiner Welt einfach gar nicht.

Stattdessen wachen die Götter des Lebens und des Sterbens über eine Welt, in der Drachen und Menschen gemeinsame Städte errichtet haben, wo die Nachfahren der unsterblichen Phönixe als Wissenbewahrer umherziehen, wo Tiermenschen als Piraten die Menschen piesacken und als Sklaven halten, Magier wie Könige über ganze Staaten herrschen und wo sich seltsame, gestaltwandelnde Wesen aus einer anderen Welt unbemerkt unter die Menschheit gemischt haben.

Mehr sei in dieser Einleitung noch nicht verraten, außer, dass nach einer langen Friedenszeit ein Wandel bevorsteht, der diese Welt verändern wird - ob zum Guten oder Schlechten, müsst ihr selbst herausfinden.

Black Oracle begann eigentlich als ein Roman, den ich bis heute nicht fertig geschrieben habe, doch um die Geschichte herum bildete sich vor einigen Jahren langsam eine Welt und dann auch ein Regelsystem. Angefangen hatte ich mit GURPS und dessen 3W6 System, was ich an einer kleinen Runde Rollenspieler testen durfte. Ich muss zugeben, dass sie ein wenig leiden mussten: Ich war ein unerfahrener, unflexibler Spielleiter und manchmal änderte ich alle zwei Wochen die Regeln, weil mir Dinge auffielen, die einfach nicht passten. Dann brach die Gruppe auseinander - Examen und Jobs rissen uns entzwei und über ein Jahr lang stagnierte mein Projekt. Außerdem mochte ich das Würfelsystem nicht mehr, es musste also ein neues her. Erster Kandidat war Roll and Keep von Legend of the five rings, doch dann wurde mir ORE gezeigt: Die One Roll Engine, bei der man mit bis zu 10 W10 Päsche würfelt, wobei die Augenhöhe Qualität und im Kampf die Trefferzone bestimmt und die Anzahl gleicher Augen die Geschwindigkeit und den Schaden. Ich bin fasziniert davon, wie schnell sich Kämpfe mit ORE austragen lassen und wie leicht es funktioniert. Einziger Kritikpunkt ist der schnelle Anstieg der Erfolgswahrscheinlichkeiten, aber damit lässt sich auch irgendwie arbeiten.

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